Nutze die Kraft aus dem “Mehrgenerationen-Strom” Deiner Herkunftsfamilie als Kraftfeld
Kompetenz- u. lösungsfokussierende Arbeit mit der Herkunftsfamilie
Dr.med. Dipl.rer-pol. Gunther Schmidt
Termin: 30.11.-02.12.26
Preis: € 440 I M.E.G. Rabatt: € 40 inkl. MWSt
Zeiten: 13.30-19.30, 9-19, 9-13 (24 Arbeitsstunden)
Preis: € 440 I M.E.G. Rabatt: € 40 inkl. MWSt
Zeiten: 13.30-19.30, 9-19, 9-13 (24 Arbeitsstunden)
Fortbildungspunkte: werden beantragt
Format: Hybrid
Format: Hybrid
Allgemein
Arbeit mit Genogrammen und Mustern der Herkunftsfamilien (HKF) sind
traditionell wertvolle Mittel der Familientherapie und der systemischen
Therapie. Viele Konzepte, die sich jetzt auch systemisch nennen, haben
ihre Methoden übernommen.
Aber auch in vielen Psychotherapie-Konzepten sonst gehört es zur
beliebten Tradition, Probleme/ Symptome von KlientInnen meist in
linear-kausalen Zusammenhang mit Ereignissen, Regeln und Mustern in den
HKF zu bringen, so, als ob die Symptome aus krankmachenden Mustern in
den HKF „kommen“ würden, dort ihre „Ursachen“ zu suchen seien etc. Nicht
selten maßen sich dann TherapeutInnen an, zu „wissen“, wie die
„richtigen“ Konstellationen zu sein hätten und was in den HKF oder in
den Beziehungen der Problemträger:innen zu ihren HKF zu ändern wäre,
damit eine Lösung zustande kommen könnte.
Solche, oft einseitig Defizit-fokussierenden Beschreibungen schaffen Wirklichkeit mit großen Nachteilen und verzerrten Perspektiven. Die Geschichte der HKF und ihre Organisationsmuster werden einseitig als Ansammlung von angeblichen Defiziten beschrieben (Pathographie). So werden Familien diffamiert als Ort von „Störungen“, als schuldiger Quell von Übeln etc.
Solche, oft einseitig Defizit-fokussierenden Beschreibungen schaffen Wirklichkeit mit großen Nachteilen und verzerrten Perspektiven. Die Geschichte der HKF und ihre Organisationsmuster werden einseitig als Ansammlung von angeblichen Defiziten beschrieben (Pathographie). So werden Familien diffamiert als Ort von „Störungen“, als schuldiger Quell von Übeln etc.
Dies wieder kann z.B. bewirken:
- dass Klient:innen sich als Opfer ihrer Familien erleben und eigene
Gestaltungschancen (und ihre Eigenverantwortung) nicht mehr sehen
- dass Familienmitglieder sich angeschuldigt erleben, entweder dadurch selbst wieder Symptome entwickeln und/oder in massive Abwehr gehen
- dass KlientInnen so in intensive Loyalitätskonflikte geraten und dabei Symptomverstärkungen entwickeln,
- dass die typischerweise enorm wertvollen und vielfältigen Kräfte und Kompetenzmuster, die eben auch im reichen Schatz der Familientraditionen gespeichert sind, nicht mehr wahrgenommen und dann auch nicht mehr wirksam genug genutzt werden können.
Aus der Sicht einer kompetenzorientierten hypno-systemischen
Konzeption wirken einseitige Defizitbeschreibungen aber wie schwächende
Hypnose, die nicht hilfreich wirkt.
Inhalte werden u.a. sein
Im Seminar wird gezeigt, wie eine hypnosystemische Lösungskonzeption helfen kann:
- die Beziehungsdynamik der HKF auch als hilfreichen Kraftquell mit riesigem, gewachsenem Kompetenzreservoir zu nutzen.
- dadurch effektive Muster zu aktivieren, die man für Ziele der Gegenwart und Zukunft optimal einsetzen kann. Dabei wird nichts „schöngefärbt“ oder bagatellisiert (wenn jemand z.B. an Erlebnissen in seiner Herkunftsfamilie leidet, von denen er/sie sich traumatisiert fühlt), sondern nur eine effektive Balance der erlebten Erfahrungen ermöglicht, die Kraft gibt und flexible, kreative Lösungsmöglichkeiten eröffnet.
Vermittelt wird theoretisch, vor allem aber in Demonstrationen im Plenum und in vielen praktischen Übungen, wie man
- zielgerichtet das als wertvollen Schatz für sich entdecken und nutzen kann, was im „Unbewussten des Familiensystems“ an Kompetenzen gespeichert und damit auch von uns als Teil dieser Systeme schon unbewusst gelernt worden ist, und
- wie man das, was man als leidvolle, „schlimme“ und unerwünschte Muster erlebt hat, so integrieren kann, dass man freier damit umgehen kann und sich nicht mehr davon geknechtet erlebt.
Dafür kann im eigenen Erleben erprobt werden:
- wie man sogar Verhaltensweisen, unter denen man sehr gelitten hat, mehr im Lichte eines „Verstehens ohne Gutheißen“ sehen kann; dadurch kann man sich meist endlich mehr ablösen aus alten, kraftraubenden Verklammerungen und Kämpfen,
- wie man die eigene Familiengeschichte dabei als hilfreichen Quell verwerten kann, um sich befreiter der eigenen, stimmig autonomen Entwicklung zu widmen,
- wie man dabei Loyalitätskonflikte vermeiden und/oder konstruktiv lösen kann und
- die traumatischen Erlebnisse sogar als kompetenzgebende Lernchancen nutzen kann. nebenbei können in eigener Erfahrung einige fundamentalistische Behauptungen (z.B.: „es kann erst besser werden, wenn Du diese Konstellation X endlich herstellst.“) und ähnliche linear- kausale Behauptungen aus bestimmten Interpretationen von Familienaufstellungen locker widerlegt werden.
Didaktische Mittel
Theorie, praktische Demonstrationen live oder im Rollenspiel, Plenum und Kleingruppen-Arbeit, also praktische Anwendung und Übung.
Vorbereitung:
Jenen, die bisher weniger mit Gunther Schmidts Konzept vertraut sind, empfehlen wir sein Buch "Einführung in die hypnosystemische Therapie und Beratung" (Carl-Auer Verlag) - dieses (dünne) Buch macht mit den wesentlichen Grundlagen vertraut.
Über
Gunther Schmidt, Dr.med., Volkswirt, Facharzt für psychosomatische Medizin u. Psychotherapie, ist Leiter des Milton-Erickson-Instituts Heidelberg, einer der Regionalstellen der M.E.G. in deren Vorstand er lange war; er ist Gründer sowie Ärztlicher Direktor der sysTelios Klinik, Mitbegründer des Helm Stierlin Instituts und der IGST. Lehrtherapeut, lehrender Supervisor und Coach der Systemischen Gesellschaft (SG) und der Deutschen Gesellschaft für systemische, Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF). 2011 erhielt er bspw. den Life Achievement Award der Weiterbildungsbranche. Autor zahlreiche Veröffentlichungen.
Ausführliches zu seiner Person findet sich unter Das Institut.

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