Hypnosystemische System-Choreographien und der Kompetenzscheinwerfer
Beziehungsweisheit und Lösungs-Kompetenz in inneren und äußeren Lösungsräumen entfalten.
Mag. Andreas Kollar
Dr.med. Dipl.rer-pol. Gunther Schmidt
Termin: 15.10.-17.10.26
Preis: € 440 I M.E.G. Rabatt: € 40 inkl. MWSt
Zeiten: 13.30-19.30, 9-19, 9-13 (24 Arbeitsstunden)
Preis: € 440 I M.E.G. Rabatt: € 40 inkl. MWSt
Zeiten: 13.30-19.30, 9-19, 9-13 (24 Arbeitsstunden)
Fortbildungspunkte: werden beantragt
Format: Hybrid
Format: Hybrid
Allgemein
Aus hypnosystemischer Sicht „gibt“ es weder Probleme noch Lösungen „an sich“ als feststehende Wesenheiten oder Dinge. Ob etwas als „Problem“ oder „Lösung“ oder als sonst etwas erlebt wird, entsteht erst dadurch, wie die Beziehung zu dem Phänomen durch die Menschen gestaltet wird, die das Phänomen erleben. Dies geschieht zum größten Teil zunächst unwillkürlich und unbewusst.
Wichtiger Teil dieser Gestaltungsprozesse ist z.B., zu wem jemand im jeweiligen Moment unwillkürlich wird (gefühlte Größe, Alter, Körperkoordination usw., „Problem-Trance“ oder „Lösungs-Erleben“).
Die wenigsten Menschen wissen nun (das gilt auch für Therapeut:innen), dass alles, was wir erleben, in unserem „unbewussten inneren Erlebnisraum“ unbewusst und unwillkürlich platziert wird (z.B. emotionale, körperliche, gedankliche Prozesse, innere Dialoge, gesetzte Ziele und Phänomene der wahrgenommenen Außenwelt).
Unser Erleben wird dann massiv davon mitbestimmt, wie und wo in diesem „inneren Erlebnisraum“ die erlebten Phänomene platziert sind und wie jemand dann mit ihnen unbewusst und unwillkürlich interagiert. Nur als Beispiel: wir sagen „ich habe etwas vor…“, oder „diese Schwierigkeit liegt hinter mir…“, oder „lass das doch mal links liegen…“, „das ist mir zu hoch…“ usw.
Diese Wirkung von erlebten Phänomenen, die in rasend schnellen zirkulären Wechselwirkungsprozessen mit allen Sinnen abläuft, ist ganz unabhängig vom Inhalt der erlebten Phänomene. Dies gilt auch z.B. für den Inhalt erlebter belastender, eventuell traumatischer Vergangenheits-Episoden. Kann man die innerlich-räumliche Beziehung und ihre „innere Platzierung“ verändern, verändert dies schnell auch ihre bisherige Wirkung.
Die Komplexität dieser Prozesse ist mit sprachlichen, bewussten kognitiven Prozessen allein nicht zu erfassen und kann damit auch nicht optimal genutzt werden.
Werden solche Prozesse, z.B. durch Skulptur-/ “Aufstellungs“- Arbeit im mehrdimensionalen Raum mit Nutzung der Ausdrucksmöglichkeiten des ganzen Körpers dargestellt, ermöglicht dies schon viele Chancen, besser zu verstehen, wie selbst schwierigste Leidenserfahrungen in unbewusster Selbstorganisation ungewollt gestaltet wurden und wie sie für eine Transformation in hilfreiche Erfahrungen genutzt werden können.
Allerdings können Skulptur-/ „Aufstellungs-Arbeit“ die rasend schnelle Komplexität der synchron ablaufenden Prozesse (innerliche und interaktionelle) meist nicht adäquat abbilden, da sie nur diachron arbeiten können (Prozesse werden nur sequenziell und somit relativ statisch hintereinander darstellbar).
Inhalte
Im Seminar werden die hypnosystemischen System-Choreographie Ansätze und das Konzept des Kompetenzscheinwerfers und deren Verknüpfung theoretisch und vor allem praktisch anschaulich vermittelt, auch mit Hilfe der Körper der Anwesenden (denn diese haben ja ihre Körper auch dabei):
Gunther Schmidt hat hypnosystemische, dynamische System-Choreographien entwickelt. Dabei werden die Beziehungsprozesse systematisch in synchroner Bewegung ausgedrückt. Dies kann dann verbunden werden mit vielen weiteren hypnosystemischen Interventionsstrategien. Dafür werden alle relevanten Sinneskanäle genutzt und so mit dem ganzen Körper und seiner intuitiven Weisheit (somatische Marker) stimmige, kraftvolle Lösungen entwickelt, die weit über das Sprachliche hinaus wirken, dann auch ganzkörperlich verankert sind und so in unterschiedlichsten Alltagskontexten besser abrufbar werden. So wird schnell und nachhaltig wirksam ermöglicht, diese Komplexität bewusst erlebbar und die vielfältigen Informationen dabei lösungsförderlich nutzbar zu machen.
Der Kompetenzscheinwerfer (KS) von Andreas Kollar ist eine neue hypnosystemische Interventionsmethode. Er knüpft an diese Wirklogik an und übersetzt sie in eine bewusst komplexitätsreduzierte Orientierungsform: Er macht dieselben unwillkürlichen Organisationsprozesse in fokussierter Weise zugänglich, um in hochdynamischen Situationen rasch zu erkennen, was jetzt relevant ist, und minimal-interventionell handlungsfähig zu bleiben. Der KS verbindet als hervorragendes Integrationsmodell das hypnosystemische Modell mit Ansätzen wie Brainspotting, PEP, EMDR und Co. Dies bietet zusätzliche sehr wirksame Chancen, um das unwillkürliche Erleben der „inneren Raumgestaltung“ sogar noch zu intensivieren.
Didaktische Mittel
Theorie, praktische Demonstrationen live oder im Rollenspiel, Plenum und Kleingruppen-Arbeit, also praktische Anwendung und Übung.
Vorbereitung:
Jenen, die bisher weniger mit Gunther Schmidts Konzept vertraut sind, empfehlen wir sein Buch "Einführung in die hypnosystemische Therapie und Beratung" (Carl-Auer Verlag) - dieses (dünne) Buch macht mit den wesentlichen Grundlagen vertraut.
Über
Andreas Kollar, Studium der Psychologie und Ausbildung zum Klinischen Psychologen, Gesundheitspsychologen, Sportpsychologen
10 Jahre Erfahrung in der stationären Psychiatrie, dzt. mobiles Palliativteam und Arbeits- und Organisationspsychologie bei IViP, seit 15 Jahren in freier Praxis. Hypnoystemik: viele Seminare u. Curricula bei Dr. Gunther Schmidt. Weitere Fort- und Weiterbildungen in: Brainspotting, Klinische Hypnose, Traumatherapie, Neurofeedback, Curriculum Systemtheorie Reloaded bei Simon,Weber and Friends, PEP-Ausbildung
Trainer für Klinische Hypnose, Peak-Performance-Neurofeedback. Stv. Vorsitzender und Gründungsmitglied der Hypnosystemischen Gesellschaft (HSG), Vorstandsmitglied der European Society of Hypnosis (ESH), ehemaliger 1. Vorsitzender der Milton Erickson Gesellschaft Austria (MEGA). Autor beim Carl-Auer-Systeme Verlag; Hauptthema: Hypnosystemik
Gunther Schmidt, Dr.med., Volkswirt, Facharzt für psychosomatische Medizin u. Psychotherapie, ist Leiter des Milton-Erickson-Instituts Heidelberg, einer der Regionalstellen der M.E.G. in deren Vorstand er lange war; er ist Gründer sowie Ärztlicher Direktor der sysTelios Klinik, Mitbegründer des Helm Stierlin Instituts und der IGST. Lehrtherapeut, lehrender Supervisor und Coach der Systemischen Gesellschaft (SG) und der Deutschen Gesellschaft für systemische, Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF). 2011 erhielt er bspw. den Life Achievement Award der Weiterbildungsbranche. Autor zahlreiche Veröffentlichungen.
Ausführliches zu seiner Person findet sich unter Das Institut.
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